Verschiedene Interessen, die gleiche Faszination

Energieexperten von Landratsämtern und Investoren zu Besuch bei der Erdwärme Grünwald

Das war eine der heterogensten Gruppen, die jemals die Geothermie-Anlagen der Erdwärme Grünwald in Laufzorn besuchten. Denn zum einen gehörten dazu Energieexperten verschiedener Landratsämter, die die Regierung von Oberbayern zu diesem Termin koordiniert hatte, zum anderen eine vierköpfige

Delegation mit Vertretern aus Holland, den USA und Bolivien, die grundsätzliches Interesse an Energie-Investments mitbrachte. Der Termin hatte für beide Gruppen gepasst, und so präsentierte EWG-Geschäftsführer Andreas Lederle das Geothermie-Konzept der Erdwärme Grünwald vor dem Hintergrund der Wärmewende.


Denn 54% unseres Energieverbrauchs entfallen auf die Wärme – deutlich mehr also als Strom und Mobilität zusammen. Damit kommt der Wärmewende eine Hauptrolle zu, um die Klimaziele zu erreichen. Der Anteil der erneuerbaren Energien spiegelt dies jedoch noch überhaupt nicht wider: Während in Deutschland beim Strom bereits rund 40% aus erneuerbaren Energien kommen, sind‘s bei der Wärme gerade mal 13%.


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Andreas Lederle führte aus, dass Grünwald mit der Entscheidung für die Nutzung der grundlastfähigen Tiefengeothermie im Jahr 2008 früh auf die Wärmewende gesetzt habe. Die geothermische Fernwärme reduziere CO2, Feinstaub und Stickoxide und sorge dadurch in Grünwald für eine spürbar bessere Luft. Gleichzeitig sinke die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, und die Wertschöpfung bleibe vor Ort.


Fasziniert zeigten sich die Besucher vom Konzept der Erdwärme Grünwald und von dem Potenzial, dass die Tiefengeothermie für die Wärmewende in Bayern und Deutschland hat. „Da steckt ganz viel Energie im Boden“, sagte Andreas Lederle, „und wir nutzen sie fürs warme, gemütliche Zuhause. Das ist nachhaltig.“

Letzte Änderung: 04.04.2019 08:40 Uhr