Wärmemobil für St. Peter und Paul

Eigentlich hatte die Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Grünwald vor, ihre 17 Jahre alte Gasheizung noch weiter zu verwenden. "Wir sind davon ausgegangen, dass die noch einige Jahre hält", sagt Erwin Steiner, Mitglied der Kirchenverwaltung und verantwortlich für die sichere Wärmeversorgung von Pfarrhaus und Kirche. Doch dann kam alles anders - Anfang Dezember 2012 zeigte der Kessel vom Pfarrhaus erste undichte Stellen, und am 10. Januar 2013, während gerade im Pfarrsaal der Neujahrsempfang der Volksschule stattfand, fiel die Gasheizung ganz aus. Schnell zeigte sich - der Kessel war nicht mehr zu reparieren, eine schnelle Lösung musste her.



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Sorgt für wohlige Wärme - die mobile Heizzentrale vor dem Pfarrhaus von St. Peter und Paul. Von links: Erwin Steiner / Mitglied der Kirchenverwaltung, Uschi Kneidl / Gemeinderätin und Mitglied im Pfarrgemeinderat, Bürgermeister Jan Neusiedl



Und die kam dann auch - denn Erwin Steiner nahm sofort Kontakt mit der Erdwärme Grünwald auf. Die EWG hatte ja bereits 2011 die Haupttrasse des Fernwärmenetzes unter der Dr.-Max-Straße verlegt, nur wenige Meter von St. Peter und Paul entfernt. Jetzt war die Frage: Wie schnell lassen sich das nicht mehr heizbare Pfarrhaus und die Messnerwohnung wieder erwärmen? Der Fernwärmeanschluss, soviel war klar, brauchte Zeit: für Planung, Erdarbeiten, Rohrverlegung und den Anschluss. Also kam es jetzt auf eine schnelle Übergangslösung an.


"Die Erdwärme Grünwald hat zusammen mit der Firma Waldhauser sofort die Lösung vorgeschlagen - eine mobile Heizzentrale", sagt Erwin Steiner, "vier Tage später, am Montagmittag, 14. Januar, stand die Heizzentrale vor dem Pfarrhaus, war angeschlossen und unsere Räume wurden sofort wieder warm. Die Messnerwohnung hatte die EWG übers Wochenende bereits mit Elektroheizkörpern erwärmt. Mich hat beeindruckt, wie schnell und wie professionell die Erdwärme Grünwald uns hier unterstützt hat. Die mobile Heizzentrale läuft störungsfrei. Und das Gute ist: Hätte die EWG nicht so schnell reagiert, hätten wir uns wieder einen neuen Kessel kaufen müssen. Damit wären wir mittelfristig auf fossiles Erdgas angewiesen gewesen und hätten nicht die Vorteile der geothermischen Fernwärme nutzen können. Wie es jetzt ist, profitieren alle davon: Wir haben eine effiziente Übergangslösung, im Frühjahr 2013 wird das Pfarrhaus an die Fernwärme angeschlossen, und unsere Energiekosten bleiben in der Gemeinde und kommen der kommunalen EWG zugute."



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Zufrieden über die gute Wärmelösung für St. Peter und Paul. Von links: Bürgermeister Jan Neusiedl, Erwin Steiner / Mitglied der Kirchenverwaltung, Uschi Kneidl / Gemeinderätin und Mitglied im Pfarrgemeinderat, und Erdwärme Grünwald Geschäftsführer Andreas Lederle.



Uschi Kneidl, Gemeinderätin und Mitglied im Pfarrgemeinderat, ergänzt: "Das Pfarrhaus wird die ganze Woche über intensiv genutzt, von der Volkshochschule, von Vereinen, von verschiedensten Gruppen. Wir brauchten eine sicher funktionierende Übergangslösung, und die Erdwärme Grünwald hat sie möglich gemacht. Mich freut vor allem, dass wir ab dem Frühjahr regenerative Wärme beziehen. Das passt zu unserem Grundanliegen, die Schöpfung zu bewahren."


"Wir planen kurzfristig, ein Wärmemobil für die Erdwärme Grünwald anzuschaffen", sagt Erdwärme Grünwald Geschäftsführer Andreas Lederle. "So können wir in Zukunft immer sofort reagieren, wenn ein Kunde eine zeitlich begrenzte Übergangslösung braucht. Damit sind wir flexibel - und unsere Kunden sind es auch." Zufrieden mit der Lösung für St. Peter und Paul ist auch Bürgermeister Jan Neusiedl: "Mit Effizienz und Schnelligkeit hat das Team der Erdwärme Grünwald hier die Gemeinde St. Peter und Paul unterstützt. Dadurch wird bald auch die katholische Kirche in Grünwald Kunde der EWG sein. Und die Idee der eigenen mobilen EWG-Heizzentrale hat mich sofort überzeugt. Die EWG wird sie in der ersten Jahreshälfte 2013 anschaffen."

Letzte Änderung: 25.07.2013 17:46 Uhr