Tag der Energie im Landkreis München

Hotspot Erdwärme Grünwald

Zwischen Kindergartenkind und Rentner war alles dabei, was bei strahlendem Wetter am Tag der Energie bei der Erdwärme Grünwald in Laufzorn vorbeischaute. Rund 25 Besucher kamen, brachten Begeisterung für erneuerbare Energien mit und hatten Fragen an EWG-Geschäftsführer Andreas Lederle mit im Gepäck.


So wollte beispielsweise ein Besucher wissen, warum die EWG denn in sechs Jahren „nur“ 1.000 Fernwärme-Anschlüsse realisiert habe. Andreas Lederle antwortete mit einem Vergleich: „150 bis 180 Anschlüsse jährlich realisiert die EWG mit ihren elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Große Stadtwerke mit ihren über Jahrzehnte etablierten Strukturen sind erfolgreich mit Stückzahlen in dieser Größenordnung. Das zeigt, wie effizient Vertrieb, Planung und Bau der Hausanschlüsse in Grünwald organisiert sind — und welch hohe Akzeptanz die geothemische Fernwärme in Grünwald hat.“


Ein anderer Besucher fragte, ob denn die Investitionen in die energietechnischen Anlagen und das Fernwärmenetz gerechtfertigt seien. Andreas Lederle antwortete, man könne die Investitionen ins Grünwalder Fernwärmenetz als Infrastrukturprojekt betrachten: „Das sind langfristige Investitionen in die Energiewende

 

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Strahlende Sonne beim Tag der Energie: Die Besucher bei der Erdwärme Grünwald in Laufzorn


Grünwald; das Leitungsnetz wird auch noch in zwei Generationen Fernwärme in die Grünwalder Haushalte und Unternehmen bringen. Beim Betrieb des komplexen Anlagenparks, der sämtliche Aufgaben eines großen Energieversorgers umfasst, liegt die Messlatte fürs EWG-Team täglich sehr hoch.“


Andreas Lederle führte dann die Besucher über die Anlage und erklärte die Dubletten-Bohrung, bestehend aus Produktions- und Reinjektionsbohrung, das Geothermie-Heizwerk, in dem das Thermalwasser seine Wärme an das Wasser im Fernwärmenetz abgibt, das Blockheizkraftwerk zur Eigenstromerzeugung sowie das ORC-Stromkraftwerk, in dem die EWG grünen Strom erzeugt. „Schön zu sehen, dass die Tiefengeothermie Menschen bewegt, sich noch mehr damit zu befassen“, sagte Andreas Lederle, „der Tag der Energie ist eine schöne Gelegenheit, diesen Dialog fortzusetzen.“

Letzte Änderung: 02.05.2017 08:22 Uhr