Freude am Forschen fängt früh an

Vorschulkinder der KITA Moritz feiern zusammen mit der Erdwärme Grünwald die Ergebnisse ihrer „Energie-Monate“

„Woraus besteht eine Regenwolke? Was ist ein Vulkan? Was kann man mit Erdwärme machen? Woher bekommt eine Solaranlage die Energie?“ — Wer gedacht hatte, Fragen wie diese könnten nur Schulkinder beantworten, kennt die Vorschulkinder in Grünwalds KITA Moritz noch nicht: Denn was diese „Kleinen Forscher“ über den Winter zusammen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern rund um Energie gelernt, erkundet, gemalt und gebastelt haben, ist einzigartig. Möglich machte dies das Projekt „Die Reise ins Innenreich der Erde“, das das Moritz Erzieherinnen-Team um Leiterin Bianca Rucker als „Haus der kleinen Forscher“ zusammen mit der Erdwärme Grünwald vorbereitet und durchgeführt hatte.


Von den Ergebnissen überzeugen konnten sich jetzt Eltern, Großeltern, Grünwalds 1. Bürgermeister Jan Neusiedl und das Team der Erdwärme Grünwald um EWG-Geschäftsführer Stefan Rothörl und die beiden „Geothermie-Botschafter“ Ulrike Böttcher und Alexander Steber — denn im Moritz-Kindergarten präsentierten die Kinder bei einer Festveranstaltung ihre Energie-Forschungsergebnisse. Zu erleben gab’s eine Tanz- und Musik-Präsentation der Kinder zusammen mit ihren Erzieherinnen rund ums Thema Energie, von den Kindern mitgestaltete Plakate und einen Film über die Forschungszeit. „Die Kinder waren mit Feuereifer dabei“, sagte Bianca Rucker, „unter den Kleinen Forschern ist ein ganz besonderer Esprit entstanden. Und die Erdwärme Grünwald hat dazu wesentlich beigetragen. Die Kinder haben hier ganz viel fürs Leben gelernt.“


Bürgermeister Jan Neusiedl sprach in seiner Begrüßung die Kinder direkt an und fragte sie, ob das Forschen und Fragenstellen für sie spannend und aufregend gewesen sei. Das Ja der Kinder kam sofort. Jan Neusiedl fuhr dann fort: „So wie Euch kleinen Forschern geht’s auch den großen Forschern jeden Tag; sie wollen hinter die Dinge schauen, sie wollen verstehen, wie unsere Erde funktioniert — und geben dieses Wissen dann an uns alle weiter. Genau das macht Ihr heute auch für uns: Ihr stellt uns Euer Wissen und Eure Forschungsergebnisse vor. Das ist großartig und dafür danken wir Euch sehr.“




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Er sprach dann auch über „die Grünwalder Energie, die immer sprudelt: die Erdwärme“. Zusammen hatten der Kindergarten Moritz und die EWG ja das Energie-Programm der „Kleinen Forscher“ mit Leben gefüllt. So war das gesamte Erzieherinnen- und Erzieher-Team zu einer Führung an der Bohrstelle, am Heizwerk und ORC-Stromkraftwerk in Laufzorn gewesen; Ulrike Böttcher und Alexander Steber von der EWG hatten den Kindern die Geothermie persönlich im Kindergarten und dann auch bei der Führung in Laufzorn präsentiert.  Der Besuch in Laufzorn war für die Kinder natürlich ein Höhepunkt der Energie-Monate. Jan Neusiedl sprach auch an, dass die Kinder das Thema Erdwärme mit nach Hause getragen und mit den Eltern besprochen haben: „Auch da seid Ihr allerbeste Forscher: Denn Forscher teilen ihr Wissen gerne und sorgen so dafür, dass sich neues Wissen auch verbreitet.“


Auch EWG-Geschäftsführer Stefan Rothörl richtete einen Gruß an die Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher. Er dankte den Kindern für ihren Elan und bestärkte sie darin, weiterhin wissbegierig zu sein.


Auch die Vizepräsidentin der IHK und Grünwalder Unternehmerin Kathrin Wickenhäuser-Egger sprach ein Grußwort. Das Konzept der „Kleinen Forscher“ wird von der IHK nachhaltig unterstützt — es setzt auf gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" bietet bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Idee für das "Haus der kleinen Forscher" entstand 2006 im Umfeld der Helmholtz-Gemeinschaft und der Initiative "McKinsey bildet". Die Gründer hatten die Vision, jede Kita in Deutschland zu einem "Haus der kleinen Forscher" zu machen. Der Kindergarten Moritz ist seit 2012 bereits zum dritten Mal als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert.


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Etappen der „Reise ins Innenreich der Erde“ …

… im Kindergarten Moritz waren zusätzlich zu den Erdwärme Grünwald-Erlebnissen u.a. ein Erlebnisvortrag und eine Experimentier-Werkstatt zum Thema „Winter / Klima“, die Beschäftigung mit Heizsystemen und fossilen Energien inklusive Stockbrot-Backen und Butter selbst schlagen, eine Experimentier-Werkstatt zum Thema „Erneuerbare Energien“, ein Besuch der Erlebnissaustellung „Energietechnik“ im Deutschen Museum sowie das Philosophieren mit Kindern zu zentralen Fragen wie „Leben im Einklang mit der Natur, Bewusster Umgang mit Energie, Wo kann ich Energie einsparen?“


Der Kindergarten Moritz verfolgt als „Haus der kleinen Forscher“ natürlich auch pädagogische Ziele. „Im Vordergrund steht, die Neugier und Begeisterung der Kinder für MINT zu wecken und zu fördern“, sagt Bianca Rucker, „zudem stärken wir u.a. die Selbstwahrnehmung und das Selbstvertrauen der Kinder, das Erleben des eigenen Könnens, den Erwerb von Sprach-, kognitiver, physischer und sozialer Kompetenzen, die Entwicklung von Werten, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sowie die Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischer Teilhabe.“



Quizsieger gekürt

Natürlich gab’s dann auch was zu gewinnen: Nahezu alle Kinder hatten die fünf Fragen des Energie-Quiz-Fragenbogens richtig beantwortet. Und so übernahm Bürgermeister Jan Neusiedl die Ziehung der drei

Erstplatzierten: „Jeder von Euch ist ein Gewinner oder eine Gewinnerin, weil Ihr alle als kleine Energie-Forscher viel gelernt habt, weil Ihr Spaß hattet und Neues entdeckt habt.“ Die drei Quizsieger freuten sich über einen Technikbaukasten, einen Versuchsbaukasten zum Thema Blitz-Kristalle und einen Mineralienkasten, gespendet von der Erdwärme Grünwald. Zudem erhielten alle Kinder von der EWG einen wärmenden Buff-Schlauchschal, tragbar als Schal, Mütze, Stirnband oder Kombination.


„Die Zusammenarbeit von Kindergarten Moritz und Erdwärme Grünwald hat wunderbar funktioniert“, sagen die EWG-Geschäftsführer Andreas Lederle und Stefan Rothörl, „wir planen, dieses Konzept auch auf die anderen Grünwalder Kindertagesstätten zu übertragen.“ Auf die nächsten Grünwalder „Reisen ins Innere der Erde“ darf mangespannt sein.



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Bürgermeister Jan Neusiedl und EWG-Geschäftsführer Stefan Rothörl freuen sich mit einem der drei Quiz-Sieger


Seit 2012 engagiert sich der Kindergarten Moritz für Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Zahlreiche Projekte und Aktionen wie z.B.: Symmetrie, Farben und Formen, vom Stein zum Planeten und Tag der kleinen Forscher, begeistern und fördern die Kinder spielerisch, sich mit Naturwissenschaften auseinanderzusetzten, Lösungswege zu finden und ihre Kreativität zu wecken.
Letzte Änderung: 27.03.2018 10:18 Uhr